„Der Krieg ist bereits vor unseren Grenzen“: Schleswig-Holstein fordert Umdenken gegenüber der Bundeswehr

Rostyslav Kasyanenko, Warta in Bayern, Bild: Autor  |  Неділя, 14 червня 2026, 23:03
Deutschland muss seine Einstellung zur Verteidigung unverzüglich ändern, da die Gefahr eines neuen Krieges in Europa real ist und die Kampfhandlungen direkt vor den Grenzen – in der Ukraine – bereits geführt werden.
„Der Krieg ist bereits vor unseren Grenzen“: Schleswig-Holstein fordert Umdenken gegenüber der Bundeswehr

Dies erklärte die schleswig-holsteinische Landtagspräsidentin Kristina Herbst (CDU) bei ihrer Rede zum Veteranentag in Husum. Ihr zufolge ist dieses regionale Fest einzigartig im Land und nach den offiziellen Feierlichkeiten in Berlin das zweitgrößte in der Bundesrepublik.

Die Politikerin konstatierte eine Krise des verteidigungspolitischen Bewusstseins der Deutschen: Durch die Aussetzung der allgemeinen Wehrpflicht und die massenhafte Schließung von Bundeswehrstandorten in den vergangenen zwei Jahrzehnten sei die Armee praktisch aus dem Gedächtnis der Gesellschaft verschwunden. Sie betonte, dass eine moderne Armee nicht nur bessere und modernere Ausstattung benötige. Ohne Menschen, die bereit sind zu dienen, und ohne die Schaffung einer neuen Kultur der Wertschätzung für das Militär blieben jegliche technischen Garantien für die äußere Sicherheit Deutschlands wirkungslos.

Herbst erinnerte daran, dass die deutsche Armee seit über 70 Jahren die Sicherheit des Landes garantiere – von der Konfrontation mit dem kommunistischen Ostblock über zahlreiche Auslandseinsätze bis hin zur Hilfe bei inländischen Naturkatastrophen. Die Erfahrung der Veteranen müsse ein unentbehrlicher Bezugspunkt für die junge Generation von Soldaten sein, während sich die Zivilbevölkerung angesichts der schwindenden alten Sicherheitsarchitektur wieder intensiver mit komplexen sicherheitspolitischen Fragen auseinandersetzen müsse.

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